German Bibliography
DIE ÜBERSICHT ÜBER ALLE ARTIKEL
AUS DER DVG-ZEITSCHRIFT “GESTALTTHERAPIE”
MIT ABSTRACTS UND SCHLÜSSELBEGRIFFEN
Zusammengestellt von Frank-M. Staemmler
© 2003
DEUTSCHE VEREINIGUNG FÜR GESTALTTHERAPIE (DVG), BERLIN
Alle Rechte vorbehalten.
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Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe BenutzerInnen,
wir freuen uns, daß Sie diese Zusammenstellung benutzen, und hoffen, sie erleichtert Ihnen die Arbeit beim Recherchieren gestalttherapeutischer Literatur. Sie finden im Folgenden eine Aufstellung aller Artikel, die seit der ersten Ausgabe der “Gestalttherapie”, der Nummer 1/1 (1987), bis heute in dieser Zeitschrift erschienen sind. (Nicht aufgeführt sind Editorials, Rezensionen und kurze Leserbriefe.) Die Informationen sind folgendermaßen angeordnet:
Nach dem/den fett gesetzten
· Namen der Autorin/Autorinnen bzw. des/der Autors/Autoren ist jeweils der
· Titel aufgeführt sowie die
· Ausgabe der “Gestalttherapie”, in der er erschienen ist. Außerdem finden Sie das
· Abstract (entweder aus “Gestalttherapie” selbst oder aus dem CD-ROM-Katalog der “Zentralstelle für Psychologische Information und Dokumentation ZPID” der Universität Trier oder von Frank-M. Staemmler erstellt) sowie einige
· Schlüsselbegriffe, die Ihnen eine Recherche zusätzlich erleichtern sollen. Ein
· Verzeichnis dieser Schlüsselbegriffe, das auch ein Verzeichnis der AutorInnen enthält, schließt die Aufstellung ab.
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Falls Sie irgendwelche Fehler bemerken oder Verbesserungsvorschläge haben, sind wir für Hinweise dankbar. Besonders die AutorInnen der aufgeführten Artikel möchten wir auffordern, die Schlüsselbegriffe durchzusehen und Frank-M. Staemmler zu benachrichtigen, falls sie Änderungen und/oder Ergänzungen für sinnvoll halten.
Zuschriften richten Sie bitte an eine dieser beiden Adressen:
Deutsche Vereinigung für Gestalttherapie (DVG)
Grünberger Str. 14
D - 10243 Berlin
Tel. 030-74078284
Fax: 030-74078285
e-mail: info@dvg-gestalt.de
oder
Dipl.-Psych. Frank-M. Staemmler
Zentrum für Gestalttherapie
Kardinal-Döpfner-Platz 1
D - 97070 Würzburg
Tel. 0931-58000
Fax: 0931-3538560
e-mail: z.f.g@t-online.de
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Bestellungen
In der DVG-Geschäftsstelle (Anschrift s. o.) können alle lieferbaren Hefte und das Abo direkt bestellt werden. Selbstverständlich sind alle Hefte auch über den Buchhandel zu beziehen.
Außerdem bietet der Verlag
Edition Humanistische Psychologie-EHP
Johannesstr. 22
51465 Bergisch-Gladbach
Tel. 02202-98123-6
Fax 02202-98123-7
mail info@ehp-koeln.com
einen Kopierservice für ausverkaufte Hefte an. Er bietet ferner ein sehr umfangreiches Angebot an Literatur zur Gestalttherapie und ihrem Umfeld sowie einen Versandbuchhandelsservice an.
Die folgende Liste informiert Sie darüber, welche Hefte der Zeitschrift noch lieferbar sind und welche nur als Kopie zur Verfügung gestellt werden können:
JG./NR. LIEFERBAR KOPIE
1987 -/- X
1988/1 -/- X
1988/2 -/- X
1989/1 -/- X
1989/2 X -/-
1990/1 X -/-
1990/2 X -/-
1991/1 X -/-
1991/2 X -/-
1992/1 -/- X
1992/2 X -/-
1992/Sonderh.Forschung X -/-
1993/1 X -/-
1993/2 X -/-
1994/1 X -/-
1994/2 X -/-
1995/1 -/- X
1995/2 -/- X
1996/1 -/- X
1996/2 -/- X
1997/1 X -/-
1997/2 X -/-
1998/1 X -/-
1998/2 X -/-
1999/1 X -/-
1999/2 X -/-
2000/1 X -/-
2000/2 X -/-
2001/1 X -/-
2001/2 X -/-
2002/1 X -/-
2002/2 X -/-
2003/1 X -/-
Der Preis für das Einzelheft/Kopie beträgt € 12,- / CHF 21,20;
pro Jahrgang € 20,- / CHF 34,80.
Bei der Bestellung von mehreren Heften/Kopien, wird für jeweils zwei der Jahrgangspreis berechnet.
Für den Kopierservice werden Pauschalpreise (= Heft-/Abopreis) inklusive Verpackung, Versand und Mehrwertsteuer berechnet.
Arenz, Cäcilia
Übertragung oder Wirklichkeit?
Transference or reality?
Gestalttherapie 1999, 13/2, 11-25
Abstract:
Die Autorin befaßt sich mit einer Sichtweise von Übertragung, die sie für ein Mißverständnis hält. Gemeint ist die Betrachtung von Übertragung als Verzerrung der Realität. Dieses Verständnis liegt nicht nur der traditionell-psychoanalytischen, sondern auch überwiegend der gestalttherapeutischen Herangehensweise an das Phänomen zugrunde. Dem traditionellen Verständnis von Übertragung werden neuere Sichtweisen gegenübergestellt, die mit dem gestalttherapeutischen Prinzip der organismischen Selbstregulation und der schöpferischen Funktion des Selbst übereinstimmen.
Schlüsselbegriffe:
Fallstudie; Freud, S.; Übertragung; Psychoanalyse; Selbstregulation;
Case study; Freud, S.; Transference; Psychoanalysis; Self regulation;
Barkhausen, Anita
Forschung zwischen Elfenbeinturm und Kontakt – Assoziationen einer Forschungssupervisorin
Research between ivory tower and contact – associations of a female researchsupervisor
Gestalttherapie 2002, 16/1, 125-133
Abstract:
Ist Forschung nicht das genaue Gegenteil von Kontakt? Die zur Tugend erklärte Kontaktlosigkeit? Ausgehend von dieser Frage geht die Autorin fünf gängigen Missverständnissen nach und hinterfragt die scheinbare Negativbeziehung zwischen Gestalttherapie und wissenschaftlicher Forschung. Als Forschungssupervisorin zeigt sie auf, dass auch der Erkenntnisgehalt beim Forschen davon abhängt, wie lebendig die Kontaktprozesse zwischen der forschenden Person und den zu erforschenden Phänomenen verlaufen.
Schlüsselbegriffe:
Forschung;
Research;
Baulig, Inge; Baulig, Volkmar
Die Gestalttherapie als Chance, hyperaktive Kinder zu verstehen, auszuhalten und zu begleiten
Gestalt therapy being a chance to understand hyperactive children, to bear and accompany them
Gestalttherapie 2001, 15/1, 59-68
Abstract:
Das Unverstandene im Umgang mit hyperaktiven Kindern soll in diesem Manuskript in den Vordergrund gerückt werden; im Vergleich der aktuellen Tendenz zur Medikamentierung inhaltlich zu begegnen. Fünf Aspekte im Erleben hyperaktiver Kinder sollen dazu auch im therapeutischen Kontext erwähnt werden und durch Praxisbeispiele konkretisiert werden. Ein differenzierter Zugang zu hyperaktivem Verhalten soll dadurch auf gestalttherapeutischem Hintergrund angebahnt werden. „Es gibt zum Beispiel einen normalen Charaktertypus, bei dem die Impulse anscheinend so schnell in Bewegungen umgesetzt werden, dass kein Platz für Hemmungen dazwischen ist. Dies sind die ‘waghalsigen’ und die sprunghaften Temperamente, die vor Lebhaftigkeit überfließen und im Gespräch sprühen ...” (James, W. 1890, 800, Principles of Psychology; einführendes Zitat in: Holowenko, H. 1999).
Schlüsselbegriffe:
Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADHS); Hyperaktivität; Kindertherapie; Ritalin;
Attentional Deficit Syndrom (ADHS); Hyperactivity; Children therapy; Ritalin;
Beaumont, Hunter
Prozesse des Selbst in der Paartherapie - Betrachtungen zu einer Gestalttherapie für Paare mit fragilen Selbstprozessen (übersetzt von Jutta Ittner)
Processes of the self in couples therapy – reflections on a Gestalt therapy for couples with fragile self processes
Gestalttherapie 1987, 1/1, 38-51
Abstract:
Unter Einbeziehung der Objektbeziehungstheorie, C. G. Jungs analytischer Psychologie und der dialogischen Philosophie Martin Bubers werden einige theoretische und klinische Aspekte der Praxis der Gestalttherapie mit Paaren neu beleuchtet. Beziehungsprobleme werden als Fragilität des Selbstprozesses aufgefaßt, es handelt sich bei Beziehungsproblemen nicht um Probleme des Ausdrucks, sondern des Kontaktes, häufig entsteht Panik wie beim Fluchtreflex, um das Selbst zu bewahren. Das Aussprechen des “Ich-Du“ im Sinne Martin Bubers ermöglicht zugleich ein stabiles Selbstsystem und eine entwicklungsfähige Beziehung.
Schlüsselbegriffe:
Beziehungsprobleme; Buber, M.; Paartherapie; Jung. C. G.; Kontaktstörung; Objektbeziehungstheorie; Selbstprozesse, fragile;
Problems in relationship; Buber, M; Couples therapy; Jung, C.G.; Contact disturbence; Object-relation-theory; self processes, fragile;
Beaumont, Hunter
Ein Beitrag zur Gestalttherapietheorie und zur Behandlung schizoider Prozesse
A contribution to the theory of Gestalt therapy and to the treatment of schizoid processes
Gestalttherapie 1988, 2/2, 16-26
Abstract:
Ausgehend von einer Kritik der von Perls und Goodman entwickelten Neurosenlehre wird ein Modell zur Behandlung schizoider Prozesse vorgestellt. Dazu wird das theoretische Verständnis dieser Prozesse in einer gestalttherapeutischen Sprache dargelegt. Eine phänomenologisch-klinische Beschreibung schizoider Prozesse wird skizziert, und Empfehlungen für die Gestalttherapie werden abgeleitet.
Schlüsselbegriffe:
Schizoide Prozesse; Theorie der Gestalttherapie; Persönlichkeitsstörung;
Schizoid processes; Theory of Gestalt therapy; Personality disorder;
Beaumont, Hunter
Identität, Kontakt und Middle-Mode Awareness - Einige Implikationen für die Kontakttheorie der Gestalttherapie
Identity, contact and Middle-Mode Awarness – Some implications with respect to the contact theory of Gestalt therapy
Gestalttherapie 1991, 5/2, 16-28
Abstract:
Auf dem Hintergrund gestalttheoretischer und phänomenologischer Konzepte werden Grundlagen einer gestalttherapeutischen Theorie des Kontaktes entwickelt. Dabei wird davon ausgegangen, daß Kontakt nicht als passive Erfahrung einer objektiven Realität, sondern als kreativer Prozeß aufgefaßt werden muß. Zur Charakterisierung der phänomenologischen Struktur des Gewahrseins wird ein “Ich/Nicht-Ich”-Modell vorgestellt. Unterschiede zwischen dem “Ich” im mittleren Modus und den “Ichs” des passiven bzw. aktiven Modus werden skizziert.
Schlüsselbegriffe:
Identität; Kontakt; Modus, mittlerer;
Identity; Contact; Middle- mode;
Becker, Renate
Weibliche Identität?
Female identity?
Gestalttherapie 1991, 5/2, 5-15
Abstract:
Es wird die These vertreten, daß der Weg, den das abendländische Denken gegangen ist, wegführt von der Vieldeutigkeit der Erscheinungen hin zu einer hierarchischen Ordnung nach Identität und Differenz. Gleichzeitig damit entstand das rationale, identische Ich, das seine eigene Seinsbedingung immer nur über den Ausschluß - und die Abwertung - des anderen herstellen konnte. Es wird gezeigt, wie die Hierarchisierung, die bis hinein in die Sprache geht und gleichzeitig von ihr erzeugt wird, vor allem das Weibliche zu seinem anderen erklärt und ausgeschlossen hat.
Schlüsselbegriffe:
Diskriminierung, sexuelle; Identität, weibliche; Psychologie der Geschlechter;
Discrimination, sexual; Identity, female; Psychology of gender;
Becker, Renate
Plädoyer für die sexuelle Differenz
Pleading for the sexual difference
Gestalttherapie 1995, 9/2, 61-68
Abstract:
Aus gestalttherapeutischer Perspektive werden einige grundsätzliche Überlegungen dazu angestellt, wie die geschlechtliche Differenzierung zunehmend auf dem Altar des “allgemeinen Menschlichen” geopfert wurde. Dabei wird die Ansicht vertreten, daß dieser Prozeß beiden Geschlechtern nicht gut bekommen ist. Abschließend werden Konsequenzen für die gestalttherapeutische Arbeit gezogen
Schlüsselbegriffe:
Psychologie der Geschlechter; Sexualität;
Psychology of gender; Sexuality;
Becker, Renate
Gestalttherapie und die Wiederverzauberung der Welt
Gestalt therapy and the reenchantment of the world
Gestalttherapie 1997, 11/2, 58-71
Abstract:
Der Artikel verfolgt zwei Anliegen: Erstens wird unter Rekurs auf historische Schnittstellen und Umbrüche jeder Aspekt der Moderne kritisch beleuchtet, der im wesentlichen dazu beigetragen hat, daß existentielle Fragen nach Einheit, Ganzheit und Sinn ausgelagerten Instanzen überantwortet wurden. Zweitens wird das revolutionäre Potential der Gestalttheorie dargestellt, gerade diese Belange aus dem Bereich des Prinzipiellen zu befreien und wieder in den der subjektiven Verantwortung zu holen. Unter besonderer Berücksichtigung der Schriften des Philosophen Emmanuel Lévinas wird versucht, einen neuen Anstoß zu einer Ethik des Anderen zu geben.
Schlüsselbegriffe:
Kulturkritik; Lévinas, E.; Philosophie; Verantwortung;
Cultural criticism; Lévinas, E.; Philosophy; Responsibility;
Bessel, Klaus
Theorie als Praxis-Hintergrund - Anmerkungen eines From -Schülers zu Theorie, Diagnostik und Introjekt-Angst in der Gestalttherapie
Theory as a practice-background - Annotations by a From- student on theory, diagnostic and introject-fear in Gestalt therapy
Gestalttherapie 1987, 1/1, 31-37
Abstract:
Der Autor verfolgt Froms Darstellung weiter und lenkt den Blick auf den expliziten bzw. impliziten theoretischen Hintergrund gestalttherapeutischer Praxis. Für ihn geht der Verzicht auf die Auseinandersetzung mit der Gestalttheorie einher mit einer Neigung zum Introjizieren. Er beschreibt Nutzen und Notwendigkeit gestalttherapeutischen Hintergrundwissens in der praktischen therapeutischen Arbeit. Zugleich werden für ihn die Grenzen der Theorie und der Gestalttherapie deutlich in der Arbeit mit den sog. früh gestörten Klienten. In der Diskussion diagnostischer Fragen gibt er Hinweise und Fragestellungen für eine reflektierte Erweiterung dieser Grenzen.
Schlüsselbegriffe:
Theorie der Gestalttherapie; Standards, professionelle; Introjektion; Diagnostik; Störung, frühe; Psychologie, Entwicklungs-
Theory
of Gestalt therapy; Standards, professional; Introjection; Diagnostic;
Disorder, early; Psychology, development-;
Blankertz, Stefan
Paul Goodmans Auffassung von Beruf - Zur aktuellen berufspolitischen Diskussion unter Gestalttherapeuten
Paul Goodman`s opinion of the profession – View onto the current discussion among Gestalt therapists
Gestalttherapie 1990, 4/2, 9-16
Abstract:
Unter Bezug auf die sozialkritische Schrift “New Reformation: Notes of a Neolithic Conservative” des Gestalttherapeuten Paul Goodman werden dessen Auffassungen von Beruf skiziert. Dabei wird auf seine humanistische Kritik an einer zentralisierten Wissenschaft und Technologie sowie auf die pädagogische Kritik am öffentlichen Schulwesen eingegangen. Es wird deutlich gemacht, daß der Versuch, eine Zweck- und Wertfreiheit in das staatlich monopolisierte Schul-, Bildungs- und Wissenschaftssystem einzuführen, Teil eines Entfremdungsprozesses ist, in welchem der Beruf sich aufzulösen beginnt. Mit der Rekonstruktion der Auffassungen Goodmans von Beruf soll ein Beitrag zur aktuellen berufspolitischen Diskussion unter Gestalttherapeuten geleistet werden.
Schlüsselbegriffe:
Beruf; Berufspolitik; Goodman, P.;
Profession; Politics of profession; Goodman, P.;
Blankertz, Stefan
Paul Goodman, Gestalt ist
Paul Goodman, Gestalt is
Gestalttherapie 1993, 7/1, 6-8
Abstract:
Der Lebensweg von Paul Goodman, Literat und Mitbegründer des “Institute for Gestalt Therapy”, wird nachgezeichnet. Auf die von ihm veröffentlichten Bücher und deren Einfluß auf die Protestbewegung der sechziger Jahre wird eingegangen.
Schlüsselbegriffe:
Goodman, P.;
Goodman, P.;
Blankertz, Stefan
Paul Goodman, Gestalt ist
Paul Goodman, Gestalt is
Gestalttherapie 1993, 7/1, 10-11
Abstract:
Der Text besteht aus einer Liste bibliographischer Angaben über ausgewählte Texte von und über Paul Goodman.
Schlüsselbegriffe:
Bibliographie; Goodman, P.;
Bibliography; Goodman, P.;
Blankertz, Stefan
“Gestalt Therapy” als Therapie-Kritik - “Falsche Praxis ist keine”
„Gestalt Therapy“ as criticism of therapy – „Wrong praxis is no practice“
Gestalttherapie 1993, 7/1, 37-48
Abstract:
Anhand von Zitaten wird das von Paul Goodman in dem Buch “Gestalt Therapy” entwickelte Konzept der Neurose verdeutlicht. Anschließend wird der Frage nachgegangen, ob der theoretische Teil des genannten Buches Goodman oder F. Perls zugeschrieben werden muß.
Schlüsselbegriffe:
Gesellschaft; Goodman, P.; Neurose; Perls, F. S.; Selbst;
Society;
Goodman, P.; Neurosis; Perls, F. S.;
Self;
Bloomberg, Ischa
Körperarbeit in der Gestalttherapie - Aus der Konzeption und Praxis therapeutischer Weiterbildung
Bodywork in Gestalt therapy - From the conception and the praxis of therapeutical advanced training
Gestalttherapie 1988, 2/1, 45-56
Abstract:
Einige Aspekte der Theorie der Gestalttherapie werden erläutert, die grundlegend für das Verständnis von Kontaktprozessen und die Entstehung von fixierten Gestalten im Körperprozeß sind. Der Umgang mit Kontaktunterbrechungen im Atemvorgang und mit habituellen Verspannungen im Zusammenwirken von Meditation, Körperarbeit und Gestaltarbeit wird skizziert. Darüber hinaus werden typische Körperphänomene bei verschiedenen Formen von Kontaktunterbrechungen (Konfluenz, Introjektion, Projektion, Egotismus) dargestellt und entsprechende therapeutische Implikationen aufgezeigt.
Schlüsselbegriffe:
Atmung; Körperarbeit; Kontaktprozeß; Kontaktunterbrechung; Technik, therapeutische;
Breathing; Bodywork; Contact process; Contact interference; Technique, therapeutical;
Bocian, Bernd
Selbst, Meditation und erotisches Erfassen der Wirklichkeit
Self, meditation and the erotically take of reality
Gestalttherapie 1988, 2/2, 59-68
Abstract:
Gemeinsamkeiten und Differenzen im Verhältnis von Gestalttherapie und östlichen Befreiungsbewegungen werden dargelegt. Anhand des prozeßhaften Selbst-Begriffs werden theoretische Übereinstimmungen benannt und am Beispiel der buddhistischen Achtsamkeits- und der gestalttherapeutischen Gewahrseinsübungen Unterschiede in der Intention verdeutlicht. Der Platz der Gestalttherapie in einem Spektrum des Selbst-Bewußtseins wird kurz skizziert, und die Bedeutung der späteren Arbeiten Wilhelm Reichs für einen die festen Selbst-Grenzen auch praktisch überschreitenden Ansatz wird hervorgehoben.
Schlüsselbegriffe:
Buddhismus; Erotik; Meditation; Reich, W.; Selbst; Selbstkonzept;
Buddhism; Erotic; Meditation; Reich, W. ; Self ; Self-concept;
Bocian, Bernd
Paul Goodman - Ausgewählte Bibliographie
Paul Goodman – selected bibliography
Gestalttherapie 1993, 7/1, 10-11
Abstract:
Eine Auswahlbibliographie der Veröffentlichungen von Paul Goodman, Schriftsteller und Mitbegründer des “Institute for Gestalt Therapy”, wird vorgelegt. Die 42 Titel umfassen die wichtigsten Monographien und Sammelwerke, die in deutscher Sprache erschienenen Arbeiten Goodmans und die deutschsprachig vorliegende Sekundärliteratur.
Schlüsselbegriffe:
Bibliographie; Goodman, P.;
Goodman, P.; Bibliography;
Bocian, Bernd
Karen Horney - Eine Skizze zu Leben, Werk und zur Bedeutung für die Gestalttherapie
Karen Horney – A sketch to her life, work and the importance for Gestalt therapy
Gestalttherapie 1992, 6/1, 5-14
Abstract:
Die persönliche und theoretische Entwicklung von Karen Horney, die den damaligen Psychoanalytiker Friedrich Solomon Perls beeinflußte und somit zur Entstehung der Gestalttherapie beitrug, wird erörtert. Dabei wird auf die bahnbrechenden Arbeiten Horneys aus den Berliner Jahren zur “Psychologie der Frau” aufmerksam gemacht. Ihre Rolle bei der Entstehung der Neopsychoanalyse wird beschrieben, und Parallelen zwischen Auffassungen von Horney und dem Ehepaar Perls werden benannt. Abschließend wird auf die Kritik an Horney eingegangen. Berücksichtigung findet hier nicht so sehr die relativ bekannte Kritik aus dem Kreis der Frankfurter Schule, sondern die bereits 1945 erfolgte Kritik des späteren Mitbegründers der Gestalttherapie Paul Goodman.
Schlüsselbegriffe:
Horney, K.; Geschichte der Gestalttherapie; Goodman, P.; Perls, F. S.; Psychologie der Geschlechter;
Horney, K.; History of Gestalt therapy; Goodman, P.; Perls, F. S.;
Bocian, Bernd
Wider das unhistorische Lesen des Buches Gestalt Therapy - Kritische Anmerkungen zum Artikel von St. Blankertz in Gestaltherapie 1/93
Against the unhistorical reading of the book Gestalt therapy – Critical comments on an article of St. Blankertz in Gestaltherapie 1/93
Gestalttherapie 1993, 7/2, 66-72
Abstract:
In einer Stellungnahme zum Beitrag von Blankertz über das Buch “Gestalt Therapy” (in Gestalttherapie 1993, 7/1) wird zunächst darauf hingewiesen, daß es sich dabei um ein Gemeinschaftsprodukt von F. Perls, L. Perls und P. Goodman handelt. Zum einenden und die gegenseitige Attraktivität bedingenden Hintergrund der AutorInnen gehörte damals das Sympathisieren mit den gleichen Strömungen der psychoanalytischen Bewegung in Bezug auf die analytische Theorie und Praxis. Am Werk W. Reichs und dessen Kritik der Freudschen Aggressions- und Todestriebauffassung wird die These verdeutlicht, daß “Gestalt Therapy” das Erbe einiger der kreativsten Köpfe aus der Psychoanalyse angetreten hat.
Schlüsselbegriffe:
Freud, S.; Geschichte der Gestalttherapie; Gesellschaft; Goodman, P.; Perls, F. S.; Perls, L.; Reich, W.
Freud, S.; History of Gestalt therapy; Society; Goodman, P.; Perls, F. S.; Perls, L.; Reich, W.;
Bocian, Bernd
Gestalttherapie und Psychoanalyse: Zum besseren Verständnis eines Figur-Hintergrund-Verhältnisses - Teil I: Geschichte und Biographie - Revision der Triebtheorie und der Theorie des Selbst
Gestalt therapy and psychoanalysis: for a better understanding of the figure-background-relationship – Part I: History and biography – Revision of instinct theory and the theory of the self
Gestalttherapie 1994, 8/2, 12-36
Abstract:
Im ersten Teil eines Beitrags über das Verhältnis von Gestalttherapie und Psychoanalyse wird die Biographie der Gründer dieser beiden Theorieschulen um bisher nicht veröffentlichte Informationen bereichert. Auf der Grundlage einer Analyse von S. Freuds Ansatz und eines dialektischen Verständnisses der Psychoanalyse wird die gestalttherapeutische Revision der Triebtheorie und der Theorie des Selbst nachgezeichnet.
Schlüsselbegriffe:
Freud, S.; Geschichte der Gestalttherapie; Gesellschaft; Goodman, P.; Perls, F. S.; Perls, L.; Reich, W.
Freud, S.; History of Gestalt therapy; Society; Goodman, P.; Perls, F. S.; Perls, L.; Reich, W.;
Bocian, Bernd
Gestalttherapie und Psychoanalyse: Zum besseren Verständnis eines Figur-Hintergrund-Verhältnisses - Teil II: Revision der analytischen Praxis - Moderne Psychoanalyse, Kleinkindforschung und Gestaltpsychologie
Gestalt therapy and psychoanalysis: for a better understanding of the figure-background-relationship – Part II: Revision of the analytical practice – Modern psychoanalysis, baby research and Gestalt psychology
Gestalttherapie 1995, 9/1, 61-83
Abstract:
Im zweiten Teil eines Beitrags über das Verhältnis von Gestalttherapie und Psychoanalyse stehen Kritik und Revision analytischer Praxiskonzepte im Mittelpunkt. Außerdem wird der Ansatz von F. Perls rückblickend aus Sicht moderner psychoanalytischer Konzepte erörtert. Es wird an historische Kontakte zwischen Gestaltpsychologie und Psychoanalyse erinnert, zu denen auch die Gestalttherapie gehört, und deren Aktualisierung durch die neuere Kleinkindforschung wird verdeutlicht.
Schlüsselbegriffe:
Geschichte der Gestalttherapie; Gestaltpsychologie; Psychoanalyse; Säuglingsforschung;
History of Gestalt therapy; Gestalt psychology; Psychoanalysis; Baby research;
Bocian, Bernd
Gestalttherapie und Psychoanalyse: Zum besseren Verständnis eines Figur-Hintergrund-Verhältnisses - Teil III: Kulturkritik und Naturphilosophie - Psychoanalyse als Forschungsprojekt und Freud als Symbol
Gestalt therapy and psychoanalysis: for a better understanding of the figure-background-relationship – Part III: Cultural criticism and natural philosophy – Psychoanalysis being a research project and Freud as a symbol
Gestalttherapie 1995, 9/2, 69-83
Abstract:
Im dritten Teil eines Beitrags zum Verhältnis von Psychoanalyse und Gestalttheorie wird die historische Entwicklung des Gestaltansatzes aus der linken Strömung der kulturkritischen Psychoanalyse und einer zivilisationskritischen Naturphilosophie erörtert. Außerdem wird die Gestalttherapie als Figur vor dem Hintergrund einer als schulenübergreifendes Forschungsprojekt verstandenen Psychoanalyse betrachtet.
Schlüsselbegriffe:
Freud, S.; Gesellschaftskritik; Geschichte der Gestalttherapie; Philosophie; Psychoanalyse;
Freud, S.; Social criticsm; History of Gestalt therapy; Philosophy; Psychoanalysis;
Bocian, Bernd
Der Frankfurter Psychoanalytiker Karl Landauer (1887-1945) - Ein vergessener Lehrer von Lore und Friedrich Perls
The Frankfurt psychoanalyst Karl Landauer (1887-1945) – A forgotten teacher of Lore und Friedrich Perls
Gestalttherapie 1997, 11/2, 3-18
Abstract:
In einem psychologiegeschichtlichen Beitrag wird erstmalig für die Gestalttherapie an den vergessenen und 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen gestorbenen Lehranalytiker von Lore Perls, den Frankfurter Psychoanalytiker Karl Landauer (1887 bis 1945), erinnert. Nach einem Abriß seiner Lebensgeschichte werden die Teile seines Werkes vorgestellt, die die Gestalttherapie beeinflußten. Es wird deutlich gemacht, daß Landauer, der direkter Schüler von S. Freud war, für eine sanfte Handhabung der aktiven Psychoanalyse steht, für die Betonung selbständigen Denkens und Fühlens und für die besondere Beachtung der Affekte und der Gebärdensprache.
Schlüsselbegriffe:
Geschichte der Gestalttherapie; Landauer, K.; Psychoanalyse;
History of Gestalt therapy; Landauer, K.; Psychoanalysis;
Bocian, Bernd
“Es war einmal in Berlin” - Über die Aktualität historischer 'Perlen' des Gestaltansatzes und über eine deutsche Amnesie
“Once a upon a time in Berlin” – About the topicality historical `pearls` of the Gestalt approach and about a german amnesia
Gestalttherapie 2001, 15/2, 3-17
Abstract:
In die Gestalttherapie sind Lebens- und Überlebenserfahrungen der emigrierten deutschen Großstadtavantgarde eingegangen, die der Jetzt-Zeit etwas zu sagen haben. Diese Pioniere der Moderne haben auf vorgeschobenem Posten bereits auf Herausforderungen für ihre Identitätsbildung reagiert, die von heutigen Zeitdiagnostikern als Freiheiten und Risiken einer “Zweiten Moderne “ definiert werden. Unter diesem Blickwinkel werden einige Faktoren des deutschen Lebensweges von Fritz Perls betrachtet, die bisher weit gehend außerhalb der gestalttherapeutischen Wahrnehmung lagen. (Judentum, der Vater, Kriegstrauma, Welterleben der Expressionistischen Generation, Dadaismus und der Einfluss des anarchistischen Psychoanalytikers Otto Gross). Den Schluss bilden einige Informationen über den genaueren Verbleib der engeren Familienmitglieder der ehemaligen Berliner Familie Perls.
Schlüsselbegriffe:
Geschichte der Gestalttherapie; Gross, Otto; Judentum; Perls, Fritz;
History of Gestalt therapy; Gross, Otto; Judaism; Perls, Fritz;
Bock, Werner; Staemmler, Frank-M.; Müller-Weisel, Angelika; Senden, Mia
Fritz Perls in Supervision - Kritische Analyse eines Transkripts aus “Gestalttherapie in Aktion”
Fritz Perls in supervision - Critical analysis of a transcript of “Gestalt therapy in action”
Gestalttherapie 1992, 6/1, 46-58
Abstract:
Ein Transkript aus dem von Fritz Perls veröffentlichten Buch “Gestalttherapie in Aktion” wird hinsichtlich der verwendeten Techniken, der therapeutischen Strategien und des Kontaktangebotes an den Klienten analysiert. Es wird kritisiert, daß Perls mit immer wieder neuen Inszenierungen versucht, den therapeutischen Prozeß in Gang zu bringen, gleichzeitig aber dessen Entfaltung durch weitere Inszenierungen behindert. Ein durchgängiges Handlungsmodell wird nicht erkennbar. Vielmehr erscheinen die therapeutischen Ansätze verschiedenen Modellen zu entspringen und werden nicht mit dem Klienten zusammen hin auf ihre Relevanz überprüft.
Schlüsselbegriffe:
Beziehung, therapeutische; Kontakt; Perls, F. S.; Supervision; Technik, therapeutische;
Relationship, therapeutical; Contact, Perls, F. S.; Supervision; Technique, therapeutical;
Böhme, Gernot
Vertrauen
Trust
Gestalttherapie 1998, 12/2, 24-34
Abstract:
Der Autor begreift Vertrauen als soziologisches Phänomen: ontologisches Vertrauen, dessen fortschreitenden Verlust in der modernen Gesellschaft er in Wechselwirkung mit ihrer zunehmenden Komplexisierung beschreibt. Der Eskalation, die in der gängigen Tendenz zur Etablierung von immer mehr Sicherungen als Kompensation des Vertrauensschwundes liegt, stellt er “Vertrauen als Tugend” gegenüber, ebenfalls fragel, aber mögliche Bedingungen der Bewahrung der Menschenwürde.
Schlüsselbegriffe:
Gesellschaft, moderne; Sicherheit; Vertrauen, ontologisches;
Society, modern; Safety; Trust, ontological;
Bongers, Dieter
Gestalttherapie in der stationären Arbeit mit jungen Straftätern
Gestalt therapy in the inpatient work with young deliquents
Gestalttherapie 1997, 11/1, 70-76
Abstract:
Es wird über Erfahrungen berichtet, die in der stationären gestalttherapeutischen Arbeit mit jungen straffälligen Männern gesammelt wurden. Gestalttherapie wird dabei als psychotherapeutische Orientierung beschrieben, um mit Kriminellen und Süchtigen in besseren Kontakt zu kommen. In diesem Kontext wird der Ausdruck von Gewalt, auch von gegen sich selbst gerichteter Gewalt, als Kontaktstörung verstanden.
Schlüsselbegriffe:
Delinquenz, jugendliche; Gewalt; Rehabilitation;
Delinquency, young; Violence; Rehabilitation;
Brunner, Alexander
Dialogische Verantwortung in der Gestaltberatung
Dialogical responsibility in the Gestalt counseling
Gestalttherapie 2002, 16/2, 62-80
Abstract:
Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema Verantwortung in gestaltorientierter Beratung. Theoretische Zugänge zum Thema Verantwortung in der Gestaltliteratur werden analysiert und durchleuchtet. Die verschiedenen Aspekte und Zugänge werden an praktischen Beispielen aus der Beratungsarbeit mit Jugendlichen und Eltern veranschaulicht, wobei besonders ein dialogischer und die Verantwortung des Beraters fokussierender Zugang betont wird.
Schlüsselbegriffe:
Beratung; Dialog; Verantwortung;
Counseling; Dialogue; Responsibility;
Buber, Martin
Heilung aus der Begegnung - Zu Hans Trübs gleichnamigem Buch (1951)
Healing by encounter – To Hans Trüb’s book of the same title (1951)
Gestalttherapie 1994, 8/1, 16-18
Abstract:
Der Text ist ein Reprint des von Buber verfaßten Vorworts zu dem Buch von Trüb, in dem er die Rolle des Therapeuten und die therapeutische Beziehung grob skizziert.
Schlüsselbegriffe:
Beziehung, therapeutische; Dialog; Trüb, H.;
Relationship, therapeutical; Dialogue; Trüb, H.;
Burow, Olaf-Axel
Macht Liebe Macht? - Neue Anforderungen an Psychologen und Pädagogen beim Aufbruch in die Informationsgesellschaft
Makes love power? – New demands for psychologists and teachers in the awakening of information-society
Gestalttherapie 1993, 7/2, 51-65
Abstract:
Die aufkommende Informationsgesellschaft wird als durch einen grundlegenden Wandel des Wertschöpfungssystems, der Arbeitsorganisation und als durch Abbau hierarchischer Machtkonzepte gekennzeichnet beschrieben. Es wird ein Trend zur Überwindung der alten, auf Beherrschung setzenden Macht- und Wissenskonzepte festgestellt. Neue Formen dialogischer Erkenntnisgewinnung, die die ungenutzten individuellen Ressourcen der Beteiligten besser ausschöpfen und synergetisch zusammenführen, werden skizziert. Abschließend werden Perspektiven für eine veränderte gestaltpädagogische und -therapeutische Arbeit entwickelt, die gesellschafts- und kulturanalytische Gesichtspunkte mit Konzepten eingreifender Zukunftsgestaltung verbindet und die zu einem auf Biophilie abzielenden Machtbegriff führen kann.
Schlüsselbegriffe:
Gesellschaft; Kultur; Macht; Ökologie; Wandel, sozialer;
Society; Culture; Power; Ecology; Change, social;
Butollo, Willi
Konfrontation und Kontakt: Integration von Gestalt- und Verhaltenstherapie bei Angststörungen - Eine empirische Untersuchung
Confrontation and contact: Integration of Gestalt- and behaviour therapy in view of fear interferences – an empirical study
Gestalttherapie 1996, 10/1, 60-70
Abstract:
Ausgehend von der Grundhypothese, daß Angststörungen als Phänomene der Gesamtpersönlichkeit der Klienten zu betrachten sind und daß Angsttherapie den Gegenpol zur Angst - Lebendigkeit und Aufregung - suchen und fördern muß, statt sich nur auf das Angstverhalten zu konzentrieren, werden Möglichkeiten der Integration von Gestalt- und Verhaltenstherapie in der Behandlung solcher Störungen analysiert. Dabei werden Daten aus einer noch nicht abgeschlossenen Therapiestudie herangezogen. Die Stichprobe besteht bisher aus 25 Patienten mit Angststörungen. Da Klienten zunächst Angstlinderung erwarten, beginnt die hier untersuchte Therapiesequenz mit einem Modul zur verhaltenstherapeutischen Desensibilisierung. Anschließend wird der Dialog zwischen Therapeut und Klient als Hauptmedium der Therapie zum Thema von Modulen und Gruppensitzungen nach Prinzipien der Gestalttherapie. Für diesen Ansatz sind alternative Forschungsmethoden notwendig, die im einzelnen dargestellt werden. Die vorläufigen Ergebnisse der (noch nicht in allen Fällen abgeschlossenen) Therapien zeigen in allen untersuchten Dimensionen sehr deutliche Verbesserungen.
Schlüsselbegriffe:
Angststörung; Forschung, empirische; Integration; Verhaltensstherapie;
Fear
interferences; Empirical study; Integrations; Behaviour therapy;
Butollo, Willi
Trauma und Selbst-Antwort
Trauma and self-answer
Gestalttherapie 1998, 12/1, 54-68
Abstract:
Der Autor entwickelt ein Modell, wie Traumata psychisch verarbeitet werden können. Er referiert dazu Ergebnisse der Traumaforschung und setzt sie in Beziehung zum Konzept der Selbstprozesse, einen theoretischen Begriff der Gestalttherapie. Anschließend werden therapeutische Strategien skizziert, die eine Heilung bzw. Rehabilitation in Aussicht stellen. Besonders die Arbeit am phänomenologischen Hintergrund der Traumaerfahrung sowie die Rolle von Widerstand bzw. Abwehr werden hier erörtert.
Schlüsselbegriffe:
Rehabilitation; Selbstprozeß; Trauma; Widerstand;
Rehabilitation; Self process; Trauma; Resistance;
Chu, Victor
Psychotherapie nach Tschernobyl
Psychotherapy after Tschernobyl
Gestalttherapie 1987, 1/1, 53-58
Abstract:
Dieser Beitrag ist ein erweiterter und überarbeiteter Teil des Vortrags, den der Autor im März 1987 in Weinheim bei der Tagung des IGW gehalten hat. Er vertritt auf sehr persönliche Weise die Auffassung, daß wir erst dann, wenn wir uns tatsächlich in unsere Todesangst und Ohnmachtsgefühle hineinwagen, an unsere inneren Quellen der Stärke und Kraft gelangen. Anhand von zwei Beispielen wird das Auftreten politischer Verzweiflung in der Psychotherapie verdeutlicht. Ein Heraustreten der Psychotherapie aus dem individuellen in den sozialen Bereich wird gefordert.
Schlüsselbegriffe:
Atomtechnologie; Katastrophen; Partizipation; Todesangst
Atomic technology; Catastrophies; Participation; Fear of death;
Chu, Victor
Das Underdog-Phänomen - Über die Ängste von Psychotherapeuten
The Underdog-Phenomenon – About the fear of psychotherapists
Gestalttherapie 1988, 2/1, 19-30
Abstract:
Das gestalttherapeutische “Topdog-Underdog”-Phänomen wird auf die Psychotherapeuten, ihre Profession, ihre Verbände und Vereinigungen, ihre Macht- und Konkurrenzkämpfe und ihre Unterwerfungen bezogen. Während der erste Teil des Beitrages aus dem Jahr 1980 stammt, wird im zweiten Teil die gegenwärtige gesellschaftliche Situation der Psychotherapie zum Ausgangspunkt genommen, die geprägt ist von der Angst der Psychotherapeuten und einem berufspolitischen Konkurrenzkampf. Es werden Alternativen aufgezeigt, wie der einzelne Psychotherapeut mit dieser Situation in Übereinstimmung mit den Grundlagen der Gestalttherapie umgehen kann.
Schlüsselbegriffe:
Angst; Berufspolitik; Konkurrenz; Macht;
Fear; Politics of profession; Competition; Power;
Chu, Victor
Abschiednehmen in der Therapie - Gedanken zur therapeutischen Beziehung
Farewell in therapy – Thoughts on the therapeutical relationship
Gestalttherapie 1989, 3/2, 59-69
Abstract:
Das Ende der Therapie wird als ein wichtiger Abschnitt der Therapie begriffen. Klient wie Therapeut nehmen jeder auf seine unverwechselbare Weise Abschied voneinander. Hier werden alte Erlebnisse wiederbelebt, Beziehungsphantasien an das Ufer gespült, die Person jenseits der Rollenzuweisung herausgefordert und zugleich eine Zukunft ohne einander entworfen. Die Frage nach dem tieferen Sinn dieser Beziehung taucht auf und will jenseits von therapeutischen Bedürfnissen und Erwägungen beantwortet werden.
Schlüsselbegriffe: